Unabhängiger Ratgeber zur Auswahl, Installation und Pflege von Programmen. Verbreitet keine Programme oder Dateien und steht in keiner Verbindung zu Herstellern oder zur früheren Website unter dieser Domain.

Wenn es hakt

Probleme lösen

Die meisten Probleme mit Programmen haben nichts mit einem defekten Computer zu tun. Meist steckt eine missglückte Installation dahinter, ein ungelesenes Fenster oder ein Update, das nicht recht passen will. Hier finden Sie häufige Beschwerden und die Reihenfolge, in der Sie nach der Ursache suchen sollten, bevor Sie gleich das ganze System neu aufsetzen.

Bevor Sie dem Computer die Schuld geben, überlegen Sie, was Sie letzte Woche installiert und welche Fenster Sie ungelesen geschlossen haben.

— Aus der Redaktion

So ist dieser Bereich aufgebaut: Hier stehen Symptome und ihre wahrscheinlichsten Ursachen, ohne Bezug auf ein bestimmtes System. Startet der Computer gar nicht, schaltet er sich regelmäßig von selbst ab oder meldet er Fehler schon vor der Anmeldung, kann ein Defekt vorliegen – dann wenden Sie sich besser an eine Fachwerkstatt.

Häufige Situationen

Das Programm startet nicht.

Prüfen Sie, ob es zu Ihrem System passt und ob es zusätzliche Komponenten braucht, die auf der Website des Herstellers genannt werden. Starten Sie den Computer neu: Manchmal wartet die Installation auf einen Neustart. Startet das Programm seit einem Update nicht mehr, schauen Sie auf die offizielle Seite – dort stehen oft bekannte Fehler.

Nach der Installation sind überflüssige Leisten und Programme aufgetaucht.

Wahrscheinlich hat der Installer Zusätze angeboten, und die Häkchen blieben gesetzt. Öffnen Sie die Liste der installierten Programme, sortieren Sie nach Datum und entfernen Sie, was zeitgleich mit dem gewünschten Programm hinzukam. Prüfen Sie danach Browser-Erweiterungen, Startseite und Standardsuchmaschine.

Der Computer fährt langsamer hoch.

Fast immer liegt es am Autostart: Neue Programme starten gern zusammen mit dem System. Öffnen Sie die Prozessübersicht, suchen Sie die Autostart-Liste und deaktivieren Sie alles, was Sie nicht gleich nach dem Einschalten brauchen. Die Programme werden dabei nicht entfernt und starten, sobald Sie sie öffnen.

Das Programm verlangt Administratorrechte.

Bei Installation, Update und Änderungen an Systemeinstellungen ist das normal. Verdächtig wird es, wenn ein Programm bei jedem Start solche Rechte verlangt, obwohl es nichts am System ändert, oder wenn die Anfrage unerwartet ohne Ihr Zutun erscheint. Lehnen Sie dann ab und finden Sie heraus, wofür es die Rechte braucht.

Das Programm lässt sich nicht entfernen.

Beenden Sie es vollständig, auch das Symbol neben der Uhr, und versuchen Sie es erneut über die Liste der installierten Programme. Klappt es nicht, starten Sie den Computer neu und wiederholen Sie den Vorgang. Manche Hersteller bieten ein eigenes Deinstallationswerkzeug an – suchen Sie es nur auf der offiziellen Website.

Nach einem Update tritt ein Fehler auf.

Starten Sie den Computer neu und prüfen Sie, ob schon eine Korrektur erschienen ist: Hersteller schieben oft schnell ein weiteres Update nach. Brauchen Sie das Programm sofort und gibt es noch keine Korrektur, können Sie zu einem vor dem Update angelegten Wiederherstellungspunkt zurückkehren und abwarten.

Wenn nach einer Installation etwas schiefgeht

  1. Überlegen Sie, was sich geändert hat

    Notieren Sie, welche Programme, Updates und Treiber installiert wurden, bevor die Probleme anfingen. Die nach Datum sortierte Liste der installierten Software hilft, das Bild zu rekonstruieren.

  2. Kehren Sie zu einem Wiederherstellungspunkt zurück

    Wurde vor der Installation ein Wiederherstellungspunkt angelegt, kehren Sie zu ihm zurück. Systemeinstellungen und Programme werden zurückgesetzt, persönliche Dokumente bleiben in der Regel erhalten.

  3. Entfernen Sie das Programm mit Systemmitteln

    Gibt es keinen Wiederherstellungspunkt, deinstallieren Sie das verdächtige Programm über die Liste der installierten Programme und gleich alles, was mit ihm hinzugekommen ist.

  4. Prüfen Sie den Autostart

    Öffnen Sie die Liste der Programme, die mit dem System starten, und deaktivieren Sie unbekannte und unnötige Einträge.

  5. Prüfen Sie die Browser-Erweiterungen

    Entfernen Sie Erweiterungen, die Sie nicht selbst installiert haben, und stellen Sie Startseite und Standardsuchmaschine wieder her.

  6. Prüfen Sie den Computer mit dem integrierten Schutz

    Starten Sie mit dem integrierten Schutzwerkzeug eine vollständige Prüfung. Findet es etwas, folgen Sie seinen Empfehlungen und nicht den Ratschlägen zufälliger Pop-up-Fenster.

  • Anleitungen

    Schritt-für-Schritt-Anleitungen: sauber installieren, aktualisieren, den Autostart prüfen und ohne Rückstände deinstallieren. Dazu der Beitragskatalog.

  • Werkzeuge

    Integrierte Systemwerkzeuge, die Programme in Ordnung halten: Liste der installierten Software, Autostart, Updates, Wiederherstellung und Rechte.

  • Sicherheit

    Risiken bei der Programmsuche: gefälschte Download-Seiten, „geknackte“ Versionen, Installer mit Beigaben und falsche Update-Meldungen.

  • Glossar

    Begriffe einfach erklärt: Installer, Lizenz, Open Source, Autostart, Administratorrechte, Prüfsumme, digitale Signatur und mehr.

  • Fragen

    Antworten zum Ratgeber, zur Installation und Aktualisierung von Programmen und dazu, wie der Heimcomputer kein Lager vergessener Software wird.

Quellen

  • Dokumentation der Hersteller von Betriebssystemen und Programmen (allgemeine Grundsätze)
  • Redaktionelle Inhalte des Ratgebers Softoban

Die Empfehlungen sind allgemein gehalten und geben den Stand zum Zeitpunkt der Erstellung wieder. Installationsfenster, Menüpunkte und die Namen der Systemwerkzeuge unterscheiden sich und ändern sich mit Updates. Richten Sie sich daher nach der Hilfe Ihres Systems und der Dokumentation des Herstellers, nicht nach Ihrer Erinnerung, wie alles beim letzten Mal aussah.